Ökowein – Neue Broschüre

In Rheinland-Pfalz stehen mit rund 4900 Hektar rund 70 Prozent der Öko-Rebfläche Deutschlands. Damit ist das Bundesland auch beim Öko-Weinbau die Nummer 1. In den vergangenen drei Jahren ist die Öko-Rebfläche um 30 Prozent gewachsen. Inzwischen produzierten rund 400 Weinbaubetriebe im Land nach den Öko-Kriterien.
„Die Nachfrage nach Ökowein steigt und das Marktpotenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Die Landesregierung setzt sich mit Nachdruck dafür ein, die Rahmenbedingungen für den ökologischen Anbau weiter zu verbessern und die Betriebe in die Lage zu versetzen, diese Chance wahrzunehmen“, so Landwirtschafts- und Weinbauministerin Ulrike Höfken. Dazu zähle auch das Engagement für eine vernünftige Fortentwicklung der EU-Ökoverordnung. Um weitere Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz zur Umstellung auf „Öko“ zu motivieren, hat das Ministerium eine neue Broschüre aufgelegt.

Die Broschüre ist bei den Dienstleistungszentren für den ländlichen Raum und bei den Kreisverwaltungen erhältlich. Im Internet steht sie unter www.mulewf.rlp.de/service/publikationen

Die neue Broschüre zum Öko-Weinbau richte sich an interessierte Winzerinnen und Winzer und gebe Auskunft zu rechtlichen und fachlichen Fragen im Zusammenhang mit der Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise. Sie informiere über die Richtlinien für die Kellerwirtschaft und die finanzielle Unterstützung des Landes. Zudem enthalte sie Kontaktdaten der Ansprechpartner und Beratungsstellen. „Darüber hinaus bietet das Land am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz ein Beratungsangebot mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten. Dort können sich interessierte Winzerinnen und Winzern kompetent, neutral und kostenlos informieren“, erklärte Ministerin Höfken: „Weine aus ökologischem Anbau werden besonders umweltschonend produziert, belegen Spitzenpositionen bei Prämierungen und erlauben eine hohe Wertschöpfung je Flächeneinheit. Deshalb lohnt es sich zu prüfen, ob die ökologische Wirtschaftsweise eine erfolgreiche Alternative für den eigenen Betrieb sein kann.“

Das Land gehe mit gutem Beispiel voran: „Die Landesregierung fördert die Entwicklung des Öko-Weinbaus aktiv durch die Umstellung der Staatsweingüter in Bad-Kreuznach und Trier-Avelsbach sowie die Ausweitung der Beratung, Ausbildung und Forschung“, so Höfken Unter anderem unterstütze das Land die Erforschung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz. Die Ministerin wies darauf hin, dass der ökologische Anbau nicht nur der Umwelt und dem Erhalt der Artenvielfalt diene. Auch die konventionellen Betriebe könnten von den innovativen Ansätzen einer umweltgerechten Bewirtschaftung profitieren.

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