Hinweise zur Anreicherung

Wie bereits in den vergangen Jahren berichtet, liegen bei gesunden Trauben und hohen Mostgewichten die Alkoholausbeuten im Weißwein häufig über den Werten der herkömmlichen Tabellen. Dies kann in diesem Jahr noch extremer ausfallen, als in den vergangenen Jahren.

Durch die extreme Trockenheit wurden deutlich weniger Extraktstoffe eingelagert, gleichzeitig ist die Säure sehr niedrig. All das führt dazu, dass der Zuckeranteil am Mostgewicht noch viel höher ist, als in den vergangenen Jahren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Trauben rechtzeitig geerntet werden und keine Oechsle-Rallye veranstaltet wird und am Ende Weine mit 14%vol. in der Literflasche vermarktet werden.

Die Tabelle zur Ermittlung des natürlichen Alkoholgehaltes aus dem Mostgewicht „Nur für Weißweinmoste aus gesunden Trauben vorgeklärt und kühlvergoren“ greift diesen Zusammenhang auf und geht von einer sehr guten Ausbeute aus (Quelle: Schandelmaier, DLR RLP, NW). Die Tabelle finden Sie beispielsweise im KIS-Pfalz Nr. 9 2016 oder im hier

Diese ergänzende Tabelle sollte im Betrieb zunächst nur versuchsweise Anwendung finden. Zur Kontrolle können Ausgangsmostgewichte und erste Zucker/Alkohol Analysen aus Vorjahren herangezogen werden. Die Tabelle ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zur herkömmlichen Tabelle die unverändert bei geringen Alkoholausbeuten und für Rotwein notwendig ist.

 

 

Quelle: Weinbaufax Franken

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