Erhöhte SO2-Werte

Ausnahmeregelung für Höchstwerte der gesamten schwefligen Säure für Weine des Jahrgangs 2014 aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz veröffentlicht

Im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 16 vom 27. April 2015 wurde die Dreiundzwanzigste Verordnung zur Änderung der Weinverordnung veröffentlicht, mit der nunmehr durch Aufnahme eines neuen Absatzes 4b in § 13 die Möglichkeit eröffnet wird,

dass die zulässigen Grenzwerte für Schwefeldioxid für Weine des Jahrgangs 2014, deren Trauben auf Weinbauflächen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz geerntet worden sind, um höchstens 50 mg/l erhöht werden dürfen. Gemäß EU-Recht gilt die Ausnahmeregelung für Weine mit einem Gesamtgehalt an Schwefeldioxid von weniger als 300 mg/l. Diese Regelung gilt entsprechend auch für Öko-Weine.

Diese Verordnung tritt morgen (28. April 2015) in Kraft. Da sie als Eilverordnung zunächst ohne die Zustimmung des Bundesrates erlassen wurde, musste ihre Geltungsdauer zunächst auf sechs Monate begrenzt werden. Nach Einholung der Zustimmung des Bundesrates wird diese befristete Geltungsdauer aufgehoben.

Demnach gelten für konventionell/ integriert erzeugte Weine des Jahrgangs 2014 der Qualitätsstufen Deutscher Wein, Landwein, Qualitätswein, Kabinett erhöhte Grenzwerte an gesamter schwefliger Säure

bei unter 5 g/l Restzucker rot:200 mg/l weiß: 250 mg/l

über 5 g/l Restzucker rot:250 mg/l weiß: 300 mg/l

Davon unbetroffen bleiben die Grenzwerte für Weine ab 5 g/l Restzucker der Qualitätsstufen (rot und weiß)

Spätlese 300 mg/l

Auslese 350 mg/l

Beerenauslese, Eiswein, TBA 400 mg/l

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